Mantrailen

Was ist Mantrailing?

Mantrailing ist die gezielte Suche nach vermissten Personen durch speziell ausgebildete Hunde (Mantrailer), die dem individuellen Geruchsabdruck eines Menschen folgen. Hunde nutzen dabei ihre feine Nase, um Geruchspartikel in der Luft und am Boden über weite Strecken zu verfolgen. Die Hunde arbeiten an einer Schleppleine und werden im Einsatz oder als Hundesport aktiv eingesetzt.
Wichtige Fakten zum Mantrailing:

Funktionsweise: Hunde unterscheiden den Eigengeruch (Hautschuppen, Schweiß, Hormone) einer bestimmten Person von anderen Gerüchen (so genannter Individualgeruch).

Ausrüstung: Ein gut sitzendes Brustgeschirr und eine 5–10 Meter lange Schleppleine.

Einsatzgebiete:

 Einsatz von Polizei und Rettungsstaffeln zur Suche vermisster Personen in Städten oder Wäldern
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Hundesport: Es ist eine sehr gute, natürliche Auslastung für viele Hunderassen, da es den Geruchssinn und das Gehirn (Nasenarbeit) fordert.

Ablauf: Der Hund erhält eine Geruchsprobe (Geruchsgegenstand) der gesuchten Person, nimmt die Spur auf und verfolgt diese bis zum Ziel.

Im Gegensatz zu Fährtenhunden, die nur der Bodenfährte folgen, können Mantrailer Gerüche in der Luft (schwebende Partikel) verarbeiten. Die Arbeit ist für Hunde sehr anstrengend, weshalb die Spuren oft auf wenige Kilometer begrenzt sind, aber auch Tage später noch verfolgt werden können.
Für Mantrailing eignen sich prinzipiell alle Hunderassen und Mischlinge, da es eine hervorragende geistige Auslastung ist, jedoch gelten Bloodhounds und andere Schweißhunde aufgrund ihrer Genetik als „Ferrari“ der Suchhunde, während sich auch Jagd- und Hütehunde (z.B. Retriever, Schäferhunde) sowie kleinere Rassen und sogar behinderte Hunde gut bewährt habenDer Erfolg hängt mehr vom individuellen Trieb, Training und der Bindung ab als von der Rasse. 
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